Rückblick

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© KNA/Oppitz
Erweiterte Gemeinsame Konferenz von Bischöfen und Laien zur Vorbereitung des Synodalen Weges am 14. September 2019 in Fulda

Wie ist der Synodale Weg entstanden? Lesen Sie hier wie es dazu kam.

Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 11. bis 14. März 2019 in Lingen stand unter dem Eindruck der sogenannten MHG-Studie („Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“) zur Erhebung der Fälle sexuellen Missbrauchs im Bereich der katholischen Kirche, die schon die Herbst-Vollversammlung im September 2018 geprägt hatte.
Mehr lesen: Themenseite sexueller Missbrauch

Ein Studientag während der Vollversammlung in Lingen griff Fragen der MHG-Studie auf. Er stand unter dem Thema: „Die Frage nach der Zäsur – Studientag zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“. Die dort gehaltenen Vorträge wurden auf dbk.de publiziert.
Mehr lesen: Studientag „Die Frage nach der Zäsur“

In Lingen wurde deutlich: Erschütterungen verlangen besondere Vorgehensweisen. Die Missbrauchsstudie und in ihrer Folge die Forderung Vieler nach Reformen zeigen: Die Kirche in Deutschland erlebt eine Zäsur. Der Glaube kann nur wachsen und tiefer werden, wenn man frei wird von Blockierungen des Denkens, wenn man sich der freien und offenen Debatte stellt und die Fähigkeit entwickelt, neue Positionen zu beziehen und neue Wege zu gehen.

Deshalb wurde bei der Frühjahrs-Vollversammlung im März 2019 in Lingen ein Synodaler Weg beschlossen. Man war überzeugt: Die Kirche braucht ein synodales Voranschreiten. Papst Franziskus empfiehlt es. Auch die Kirche in Deutschland fängt dabei nicht am Nullpunkt an. Die „Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland“ („Würzburger Synode“, 1971 – 1975), die „Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR“ (1973 – 1975) und auch der Gesprächsprozess der vergangenen Jahre haben den Boden bereitet, auch für viele Herausforderungen von heute.

Kardinal Reinhard Marx erklärte in der Abschluss-Pressekonferenz der Lingener Vollversammlung am 14. März 2019, dass man beschlossen habe, „einen verbindlichen Synodalen Weg als Kirche in Deutschland zu gehen, der eine strukturierte Debatte ermöglicht und in einem verabredeten Zeitraum stattfindet, und zwar gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Wir werden Formate für offene Debatten schaffen und uns an Verfahren binden, die eine verantwortliche Teilhabe von Frauen und Männern aus unseren Bistümern ermöglichen. Wir wollen eine hörende Kirche sein. Wir brauchen den Rat von Menschen außerhalb der Kirche“.

Kardinal Reinhard Marx und Prof. Dr. Thomas Sternberg bekräftigen den eingeschlagenen Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland anlässlich der Sitzung der Gemeinsamen Konferenz von Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und des ZdK in Bonn.
Pressemitteilung vom 5. Juli 2019

Die erweiterte Gemeinsame Konferenz von Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken am 13. und 14. September 2019 in Fulda behandelte verschiedene Fragen, die den Synodalen Weg betreffen. Dabei ging es um den Sachstand in den vorbereitenden Foren, Fragen zur Satzung und zur weiteren Arbeitsweise. An der Gemeinsamen Konferenz nahmen rund 50 Delegierte (Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz und Vertreter/Mitglieder des ZdK) teil.
Pressemitteilung vom 14. September 2019

Liste der Teilnehmenden
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Predigt von Bischof Dr. Franz-Josef Bode am 14. September 2019
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Kardinal Marx zu Gesprächen in Rom
Pressemitteilung vom 20. September 2019

Brief der erweiterten Gemeinsamen Konferenz an Papst Franziskus vom 14. September 2019
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Arbeitspapiere der Vorbereitungsforen

In der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. bis 26. September 2019 haben die (Erz-)Bischöfe über vielfältige Fragen und Aufgaben beraten. Ein Schwerpunkt war dabei der Synodale Weg.

Weiter erläuterte Kardinal Marx, welche Aspekte beim Synodalen Weg eine Rolle spielen sollen:

  • „Wir wissen um die Fälle klerikalen Machtmissbrauchs. Er verrät das Vertrauen von Menschen auf der Suche nach Halt und religiöser Orientierung. Was getan werden muss, um den nötigen Machtabbau zu erreichen und eine gerechtere und rechtlich verbindliche Ordnung aufzubauen, wird der Synodale Weg klären. Der Aufbau von Verwaltungsgerichten gehört dazu.
  • Wir wissen, dass die Lebensform der Bischöfe und Priester Änderungen fordert, um die innere Freiheit aus dem Glauben und die Orientierung am Vorbild Jesu Christi zu zeigen. Den Zölibat schätzen wir als Ausdruck der religiösen Bindung an Gott. Wie weit er zum Zeugnis des Priesters in unserer Kirche gehören muss, werden wir herausfinden.
  • Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezipiert. Die personale Bedeutung der Sexualität findet keine hinreichende Beachtung. Das Resultat: Die Moralverkündigung gibt der überwiegenden Mehrheit der Getauften keine Orientierung. Sie fristet ein Nischendasein. Wir spüren, wie oft wir nicht sprachfähig sind in den Fragen an das heutige Sexualverhalten.“

Bei der Frühjahrs-Vollversammlung wurden vorbereitende Foren verabredet, die sich den von Kardinal Marx genannten drei Punkten widmen, wobei jedes Forum von einer Doppelspitze aus einem (Erz-)Bischof und einem Laienvertreter geleitet wurden. Das Forum „Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“ wurde von Claudia Lücking-Michel (ZdK-Vizepräsidentin) und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) verantwortet, das Forum „Sexualmoral“ von Birgit Mock (Vizepräsidentin des KDFB) und Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg) und das Forum „Priesterliche Lebensform“ von Stephan Buttgereit (Geschäftsführer des SKM) und Bischof Dr. Felix Genn (Münster). Mit einem Beschluss des Ständigen Rates vom 25. Juni 2019 und von der Gemeinsamen Konferenz am 5. Juli 2019 bestätigt, kam ein viertes Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ hinzu, für das Prof. Dr. Dorothea Sattler (Universität Münster) und Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück) zuständig waren. Die vorbereitenden Foren haben ihre Arbeit im September 2019 abgeschlossen.

Die vorbereitenden Foren

Die Arbeit der Foren zur Vorbereitung des Synodalen Weges ist im September 2019 abgeschlossen. Sie waren bis dahin wie folgt zusammengesetzt. Die Synodalforen werden im Januar 2020 während der ersten Synodalversammlung neu zusammengesetzt.

  • Prof. Dr. Franz Xaver Bischof, Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Dr. Christoph Braß, Vizepräsident ZdK, Berlin
  • Prof. Dr. Heinz Bude, Soziologie, Universität Kassel, Kassel
  • Andrea Fischer, Leiterin des bischöflichen Beraterstabes in Fragen sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim
  • Luisa Fischer, Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Speyer
  • Bischof Dr. Gebhard Fürst, Rottenburg-Stuttgart
  • Prof. Dr. Manfred Gerwing, Dogmatik, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt
  • Bischof Dr. Gregor Maria Hanke, Eichstätt
  • Prof. Dr. Gregor Maria Hoff, Fundamentaltheologie, Universität Salzburg, Salzburg
  • Prof. Dr. Julia Knop, Dogmatik, Universität Erfurt, Erfurt
  • Pater Manfred Kollig SSCC, Generalvikar, Berlin
  • Prof. Dr. Ulrike Kostka, Diözesancaritasdirektorin, Berlin
  • Dr. Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin ZdK, AGEH e. V., Köln (Vorsitzende)
  • Alina Rafaela Oehler, Journalistin, Memmingen/Allgäu
  • Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Essen
  • Prof. Dr. Thomas Söding, Exegese, RUB, Bochum
  • Prof. Dr. Tine Stein, Politikwissenschaft, Universität Göttingen
  • Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Speyer (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Myriam Wijlens, Kirchenrecht, Universität Erfurt, Erfurt
  • Thomas Andonie, BDKJ-Bundesvorsitzender, Düsseldorf
  • Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Osnabrück
  • Bischof Dr. Georg Bätzing, Limburg (Vorsitzender)
  • Weihbischof Herwig Gössl, Bamberg
  • Erzbischof Dr. Heiner Koch, Berlin
  • Prof. Dr. Johannes Brantl, Universität Trier
  • Dr. Hildegard Kaulen, Wiesbaden
  • Wolfgang Klose, Vizepräsident ZdK, Bonn
  • Dr. Martina Kreidler-Kos, Bistum Osnabrück
  • Lisi Maier, BDKJ-Bundesvorsitzende, Berlin
  • Nadine Mersch, SkF-Zentrale, Dortmund
  • Birgit Mock, familienpolitische Sprecherin ZdK, Bonn (Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Universität Freiburg
  • Dr. Irme Stetter-Karp, Deutscher Caritasverband, Stuttgart
  • Dr. Markus Wonka, Bistum Münster (Vechta)
  • Ursula Becker, Gemeinschaft Christlichen Lebens, Aachen
  • Stephan Buttgereit, Geschäftsführer SKM, Mitglied des Vorstands der AGKOD, Haltern am See (Vorsitzender)
  • Bischof Dr. Felix Genn, Münster (Vorsitzender)
  • Bischof Dr. Peter Kohlgraf, Mainz
  • Bischof Wolfgang Ipolt, Görlitz
  • P. Stephan Kessler SJ, Köln
  • Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF, Lüdinghausen
  • Dr. Bettina-Sophia Karwath, Beilngries
  • Michaela Labudda, Bundesverband der GemeindereferentInnen und ReligionslehrerInnnen, Unna
  • Prof. Dr. Philipp Müller, Mainz
  • Prof. Dr. Joachim Söder, Mitglied des Vorstands der AGKOD, Schönstatt
  • Prof. Dr. Birgit Aschmann, Berlin
  • Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Osnabrück (Vorsitzender)
  • Dr. Daniela Engelhard, Osnabrück
  • Sr. Dr. Katharina Ganz OSF, Zell am Main
  • Bischof Dr. Michael Gerber, Fulda
  • Prof. Monika Grütters MdB, Berlin
  • Erzbischof Dr. Stefan Heße, Hamburg
  • Bundespräses Pfarrer Josef Holtkotte, Köln
  • Dr. Annette Jantzen, Aachen
  • Irmentraud Kobusch, Köln
  • Dr. Andrea Qualbrink, Essen
  • Prof. Dr. Dorothea Sattler, Münster (Vorsitzende)
  • Weihbischof Ludger Schepers, Essen
  • Sr. M. Scholastika Jurt OP, Koblenz
  • Prof. Dr. Marianne Schlosser, Wien
  • Prof. Dr. Agnes Wuckelt, Düsseldorf